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Fursosemid - Diuretikum

Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation: Ja

Weitere Handelsnamen: Lasix

 

Furosemid ist ein mächtiges Diuretikum (eine „Wasser-Pille“), die man nutzt um Wasser und Salz aus dem Körper zu leiten. In den Nieren werden normalerweise Salz (bestehend aus Natrium und Chlorid), Wasser und andere kleine Moleküle aus dem Blut in die Nierenkanälchen gefiltert. Furosemid ist ein Schleifendiuretikum, das unseren Körper daran hindert Salz aufzunehmen. Es ermöglicht, dass das Salz mit dem Urin ausgeschieden wird und erhöht den Urinfluss und seine Produktion.

Furosemid wurde in den frühen 1960ern entwickelt. Die meisten der grundlegenden Forschungsarbeiten zu diesem Diuretikum wurden in Europa, hauptsächlich in Deutschland und Italien, durchgeführt. Es zeigte sich, dass das Medikament sehr erfolgreich war und innerhalb weniger Jahre erhielt es weltweite Beachtung und Akzeptanz als eine Behandlungsmethode gegen Ödeme und Bluthochdruck. Über die Jahre avancierten auf Furosemid basierende Präparate mit zu den beliebtesten Medikamenten in ihrem Bereich. Heute findet man praktisch in jedem Winkel der Erde Präparate die sich dieses Diuretikum zu Nutzen machen. Diese Präparate nutzen den Wirkstoff entweder alleine oder auch im Rahmen einer Kombination aus mehreren Wirkstoffen.

Schleifendiuretika gehören zu den stärksten verfügbaren Diuretika und können extrem heftige Auswirkungen auf den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt des Körpers haben. Besonders der Kaliumgehalt im Blut muss genau beobachtet werden. Furosemid wird hauptsächlich eingesetzt um Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) bei Personen mit Herzfehler (kongestiver Herzinsuffizienz), Lebererkrankung oder Nierenstörung zu kurieren. Es kann auch für die Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) verwendet werden. Es wurde im Jahr 1962 entdeckt und 1982 von der  amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) zugelassen.

Die Nieren filtern Salz (Natriumchlorid), Wasser und andere kleine Moleküle aus dem Blut. Die gefilterte Flüssigkeit wird schließlich zu Urin. Furosemid blockiert die Wiederaufnahme von Natrium, Chlorid und Wasser aus der Flüssigkeit in den Nierenkanälchen, was zu einem Anstieg an Harnausscheidung aus den Nieren (Diurese) führt.

Der Wirkmechanismus hemmt NKCC2, eine nierenspezifischen Na-K-2Cl-Cotransporter. Der Na-K-2Cl-Cotransporter ist ein Protein, das zum Transport von Natrium, Kalium und Chlorid in und aus der Zelle dient. NKCC2 wird für die Extraktion von Natrium, Kalium und Chlorid aus dem Urin genutzt, so dass sie wieder in den Blutkreislauf aufgenommen werden können.

 

Toxikologische Berichte:

http://toxnet.nlm.nih.gov/cgi-bin/sis/search/a?dbs+hsdb:@term+@DOCNO+3086

http://www.drugs.com/pro/furosemide.html

http://monographs.iarc.fr/ENG/Monographs/vol50/mono50-18.pdf

http://jpet.aspetjournals.org/content/322/3/1208.full



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