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Drosophila melanogaster

Drosophila melanogasterDrosophila melanogaster, oder auch Fruchtfliege genannt, wird sehr häufig zu Zwecken der wissenschaftlichen und medizinischen Forschung angewendet. Dieses 3 mm lange Insekt findet man normalerweise in der Nähe verdorbenen Obstes. Die Fruchtfliege wird seit fast einem Jahrhundert in den Bereichen Genetik und Entwicklungsbiologie eingesetzt und noch heutzutage arbeiten Tausende von Wissenschaftlern an verschiedenen Aspekten seiner Biologie.

Man erkannte die Bedeutung von Drosophila als Tiermodell, als Thomas Hunt Morgan - dem 1933 der Nobelpreis für Physiologie und Medizin verliehen wurde – durch Untersuchungen an Drosophila bewies, dass sich die genetische Information auf den Chromosomen befindet. Seither spielt dieses winzige Insekt, das sich schnell vermehrt und einfach im Labor zu halten ist, eine entscheidende Rolle in der Genforschung.

Seine Bedeutung für die Gesundheit des Menschen wurde nochmals 1995 anerkannt, als der Nobelpreis für Medizin an eine Forschungsarbeit zur genetischen Kontrolle in der frühen Embryonalentwicklung vergeben wurde. Mutante Fliegen mit Defekten an jedem einzelnen der mehreren Tausend Gene sind mittlerweile verfügbar und das gesamte Genom wurde erst kürzlich entschlüsselt.

Drosophila hat bei der Entwicklung von Arzneimitteln zur Bekämpfung von Erregern für ein breites Spektrum an Erkrankungen beigetragen, von Hautinfektionen bis zur Lungenentzündung und Meningitis. Aktuelle Forschung mit Fruchtfliegen konzentriert sich auf die Pathologie der Alzheimerschen Krankheit, denn obwohl die Fliegen ein ganz einfaches Gehirn haben, verfügen sie über hochentwickelte Muskeln und Nerven.


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