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Mikrochip-Kennzeichnung von Vögeln

Ein Mikrochip besteht aus einem kleinen, batterielosen Transponder, der unter der Haut des Tieres eingesetzt wird und dessen Identifikationsnummer von einem Scanner gelesen werden kann. Diese wurden als Identifikationsmethode für Hauskatzen und -hunde in den letzten 15 Jahren beliebt und werden ebenfalls zur Identifizierung von Labortieren in wissenschaftlichen Experimenten verwendet.ANCHOR

Mikrochips in Vögeln

Mikrochips werden heutzutage zur Identifizierung einer Reihe von Tieren eingesetzt, besonders bei Vögeln. Dies bietet eine permanente und einzigartige Möglichkeit der Identifizierung eines Tieres. Die übliche Identifizierungsmethode für Vögel, das Anbringen eines Bandes am Fuß des Vogels, geht mit vielen Problemen einher. Die Bänder können verloren oder unlesbar werden und schlecht passende Bänder können Verletzungen am Bein verursachen.ANCHOR

Ein Transponder kann in das Brustmuskelgewebe des Vogels eingesetzt werden, indem ein bereits in einer Einwegspritze enthaltener Chip injiziert wird. Betäubungsmittel sind für dieses Verfahren nicht erforderlich, werden aber üblicherweise verwendet, um eventuelle Gewebeschäden zu vermeiden, falls der Vogel sich beim Stechen mit der großen Nadel wehren würde. Sobald der Mikrochip platziert wurde, wird der Vogel zur Bestätigung gescannt und die Einstichstelle wird mithilfe von Gewebekleber oder Nähen gedichtet.

Normalerweise verhalten die Vögel sich kurz nach Einsetzen des Chips wieder völlig normal, nur gelegentlich gibt es Reaktionen des umliegenden Gewebes. Bei Hunden dauern die Reaktionen meist nur kurz an,ANCHOR jedoch wurden ernsthafte Reaktionen wie Sarkome bei Hunden, Nagetieren und Fruchtfledermäusen gemeldet.ANCHOR ANCHOR Die meisten Reaktionen klingen bei Vögeln nach einigen Tagen ab, wenn sie mit entzündungshemmenden Mitteln behandelt werden.

Verwendung der Mikrochips

Verglichen mit den einfachen Bändern, die man zuvor für Vögel verwendete, sind Mikrochips relativ teuer und ist  zum Einsetzen Fachkönnen erforderlich, jedoch hat sich ihre Verwendung bei Laborvögeln als erfolgreich erwiesen. Außer der Verwendung im Labor, wird diese Technologie eingesetzt, um Ziervögel zu identifizieren, die mithilfe der Information auf dem Chip mit ihren Eigentümern in Verbindung gebracht werden können. Außerdem ist dies eine absolut verlässliche Methode, um Vögel im Rahmen von Schutzprogrammen und Feldstudien zu identifizieren.


Quellen

  1. Mrozek, M., Fischer, R., Trendelenburg, M. & Zillmann, U. (1995) Microchip implant system used for animals identification in laboratory rabbits, guinea pigs, woodchucks and amphibians. Lab Anim 29, 339-344
  2. Degernew, L in Avian Medicine: Principles and Application. Eds. B. Ritchie, G, Harrison & L. Harrison (1994) 422-423 Wingers Publishing Inc, Lake Worth, FL.
  3. Murasugi, E., Koie, H., Okano, M., Watanabe, T., & Asano, R. (2003) Hisotlogical reactions to microchip implants in dogs. Vet Rec 153 328-330
  4. Siegal-Willcott, J., Heard, D., Sliess, N., Naydan, D., & Roberts, J., (2007) Microchip associated leiomyosarcoma in an african fruit bat (Rousettus aegptiacus). J Zool. Wildl. Med. 38, 352-356
  5. Vascellari, M., Melchiotti, E. & Mutinelli, F. (2006) Fibrosarcoma with typical features of postinjection sarcoma at site of microchip implant in a dog: histologic and immunohistochemical study. Vet Pathol 43, 545-548

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