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Diphterie durch Schutzimpfung vorgebeugt

Pierre Roux und Alexandre YersinANCHOR zeigten 1888, dass die Flüssigkeit, in der die Bakterie Corynebacterium diphtheriae gezüchtet worden war, alle wohlbekannten Auswirkungen der Diphterie verursachte, wenn man sie Meerschweinchen, Kaninchen, Hunden, Katzen und Pferden injizierte.

Diese Auswirkungen wurden, wie Emil von Behring und Shibasaburo Kitasato bewiesen, von dem Toxin verursacht, das von der Bakterie abgesondert worden war und auch zurückblieb, wenn die Bakterie entfernt worden war. Ein Antiserum des Toxins, das Antitoxin, wurde entwickelt und schützte die Tiere vor der tödlichen Dosis des Diphterie-Toxins.ANCHORDas Antitoxin wurde 1891 zum ersten Mal zur Behandlung eines ernsthaft erkrankten Mädchens eingesetzt, das sich dadurch vollständig erholte.

Die groß angelegte Produktion des Antitoxins wurde mithilfe von Pferden erreicht, während das Diptherie-Serum und das Antiserum durch Verwendung von Meerschweinchen vereinheitlicht wurden. Das Antitoxin wurde anschließend weitverbreitet genutzt und Studien an Kaninchen zeigten, dass es bald nach der Infektion verabreicht werden musste, um wirksam zu sein.ANCHOR Trotz Verzögerungen bei der Verabreichung des Antitoxins zeigten mehrere in den 1890er Jahren durchgeführte Studien, dass die Todesfälle durch Diphterie ungefähr halbiert waren.

Obwohl das Antitoxin verwendet wurde, war die Todesrate in den frühen 1900er Jahren jedoch noch immer hoch und es musste eine Impfung her. Von Behring hatte 1913 durch die Verwendung einer sorgfältig ausbalancierten Mischung von Toxin und Antitoxin dauerhafte Immunität bei Meerschweinchen, Affen und Eseln erlangt.ANCHOR Diese wurde in den ersten Impfungen für Menschen verwendet. Ein großflächiges Immunisierungsprogramm folgte der Entwicklung des Formalin-inaktivierten Toxins von A.T. Glenny und Barbara HopkinsANCHOR sowie Gaston RamonANCHOR in den frühen 1920ern.


Quellen

  1. Roux & Yersin (1888) Ann l Inst Pasteur 2, 629-661
  2. von Behring & Kitasato (1890) Deutsche Med Wochenschr 16, 1113-1114
  3. Zinsser (1931) Textbook of Bacteriology, 6th Ed, Appleton
  4. von Behring (1913) Deutsch Med Wochenschr 39, 873-876
  5. Glenny & Hopkins (1923) Br J Exp Pathol 4, 283-288
  6. Ramon (1924) Ann l Inst Pasteur 38, 1-10



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