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Hib-meningitis vaccine

Haemophilus influenzae bacteria cultured on a blood agar plateMeningitis bedeutet 'Schwellung der Meningen' - das sind die Membranen, die das Gehirn und das Rückenmark bedecken. Verursacht wird sie durch eine Infektion durch verschiedene Arten Bakterien oder Viren, wobei die bakterielle Art die ernsthafteste darstellt. In England führte ein Ausbruch der Krankheit 1995 zu 200 Todesfällen, wovon die meisten durch den Meningokokken-B-Stamm verursacht wurden. Es gibt z.Zt. keine Impfung, um sich gegen diesen Stamm zu schützen.

Ein Impfstoff für Hib-Meningitis
Tierforschung Weitere Entwicklungen der Impfung
Weltweite Schutzimpfung
Referenzen

Ein Impfstoff für Hib-Meningitis

Haemophilus influenza Typ b (Hib) ist eine andere bakterielle Form der Meningitis. Sie wurde während eines Ausbruchs der Influenza im Jahre 1892 zum ersten Mal von Richard Pfeiffer beschrieben und bis 1933 fälschlicherweise für die Ursache der Grippe gehalten. Erst dann wurde deutlich, dass die Grippe von einem Virus verursacht wurde. Im Oktober 1992 wurde die Schutzimpfung gegen die Infektion durch die Hib-Bakterien - zu der Zeit eine Hauptursache für Meningitis bei kleinen Kindern - in das Kinderimmunisierungprogramm in Großbritannien inbegriffen. Der Effekt war sofort spürbar - die Hib-Infektionen sanken mit 70% zwischen Januar und März 1993.ANCHOR

In Finnland war die Anzahl Hib-Meningitis-Fälle seit den1960er Jahren stetig gestiegen und der ausgezeichnete Erfolg der Impfung dort führte zu dessen Einführung in England. Nach der Einführung des Impfstoffes im Jahre 1986 waren die Erkrankungen an Hib-Meningitis bis 1991 auf Null reduziert worden.ANCHOR Ähnliche Erfolge wurden auch in den USA verzeichnet, wo die Fälle innerhalb von 2 Jahren nach der Impfung gegen Hib mit 80-90% zurückgingen.ANCHOR

Vor der Schutzimpfung traten in England jedes Jahr 1.500 Hib-Infektionen auf (meistens Kinder unter einem Jahr), wovon über die Hälfte in einer Meningitis resultierten. Obwohl Antibiotika sich als wirksam gegen die Bakterie erwiesen, tötete sie weiterhin jährlich 65 Kinder und verursachte dauerhafte Hirnschädigung, Taubheit usw. bei weiteren 150. Der Tatendrang, dieser potenziell verheerenden Krankheit vorzubeugen war ansehnlich, jedoch war die Forschung schwierig aufgrund der Wechselwirkung der Bakterie mit dem Immunsystem Die Immunreaktion wird durch einen großen Zucker auf der Oberfläche des Bakteriums namens PRP ausgelöst. Auf PRP basierende Impfungen konnten nur eine schwache, kurzzeitige Immunität bei Kindern unter einem Jahr hervorrufen, wobei gerade diese Gruppe am stärksten gefährdet war.

Tierforschung Weitere Entwicklungen der Impfung

Nach vielen Experimenten wurde ein verbesserter auf PRP basierender Impfstoff entwickelt, indem PRP an ein Protein gebunden wurde. Diese Methode hatte sich schon bei Mäusen als wirksam gegen Bakterien, die Lungenentzündung verursachtenANCHOR erwiesen. Das an ein Protein gebundene PRP erzeugte eine starke Immunreaktion bei Mäusen und Kaninchen.ANCHOR Diese experimentellen Studien führten zu vier wirksamen Impfungen, die für die Verwendung beim Menschen geeignet waren. Jeder Impfstoff wurde zur Gewährleistung der Sicherheit selbstverständlich Standardtierversuchen unterworfen.

Weltweite Schutzimpfung

Das Hib-Meningitis-Impfprogramm ist weltweit erfolgreich gewesen,  wodurch die Verbreitung der Fälle in Bangladesh, Kenia und Chile drastisch reduziert wurde. Eine rezente Studie in Gambia zeigte ebenfalls, dass die jährliche Rate der Hib-Menigitis-Fälle nach 5 Jahren nach der Einführung der Hib-Impfung von 60 auf Null pro 100.000 Kinder im Alter von unter 5 Jahren gesunken war.ANCHOR

Zuletzt wurde berichtet, dass die Meningitis-Fälle in Uganda bei Kindern unter fünf Jahren auf Null reduziert wurden. Es wird angenommen, dass pro Jahr ungefähr 5000 Todesfälle bei Kindern durch das 2001 in Uganda gestartete Impfprogramm verhindert wurden.ANCHOR


Quellen

  1. Pharm J (1993) 250, 633
  2. Peltola H, Kilpi T, Anttila M (1992) Lancet 340, 592
  3. Dixon B (1993) Microbe of the Month. The Independent, February 8
  4. Sood S & Daum R (1991) in Vaccines and Immunotherapy ed Cryz S. Pergamon New York 
  5. Sood S & Daum R (1991) in Vaccines and Immunotherapy ed Cryz S. Pergamon New York
  6. Adegbola R, Secka O, Lahai G et al. (2005) Lancet 366, 144
  7. WHO bulletin (2008) -published online ahead of print, Mar 10. doi: 10.1471/BLT.07.042580

Related links
Meningitis research foundation http://www.meningitis.org/


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