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Pocken durch Impfung ausgerottet

Der erste Impfstoff wurde bekannterweise 1796 von dem Arzt Edward Jenner entwickelt. Er hatte bemerkt, dass Milchmädchen ungewöhnlich glatte Haut hatten, und stellte fest, dass sie keine Pockennarben aufwiesen. Im 18. Jahrhundert waren die Pocken eine gefürchtete Krankheit, die Tausenden das Leben kostete und noch weitaus mehr entstellte. Jenner erkannte ebenfalls, dass Milchmädchen oft an Kuhpocken erkrankt und wieder genesen waren, eine pockenartige Erkrankung, von der Kühe betroffen waren und die auch auf Menschen übertragbar war.

Jenner war überzeugt, dass die Milchmädchen, die an der milderen Krankheit, Kuhpocken, gelitten hatten, immun gegen Pocken geworden waren - als hätten sie eher an der Krankheit gelitten. Er prüfte seine Theorie, indem er eine kleine Menge Flüssigkeit aus einer Kuhpockenpustel auf der Hand eines Milchmädchens entnahm und einen kleinen Jungen impfte. Jenner erstellte die Prinzipien der Schutzimpfung. Das Serum mit Kuhpocken, mit dem gegen Pocken geimpft wurde, erhielt den Namen Vaccinia - vom lateinischen Begriff für Kuh.

Die Schutzimpfung beseitigte die Pocken schnell in Europa sowie den USA, mit einer eingreifenden Auswirkung auf das öffentliche Gesundheitswesen. Die ernstere Form des Virus, Variola Major, hat eine Sterblichkeitsrate von 20-40%. 1949 wurde der letzte Fall von Pocken in den USA vermerkt.

Nach intensiven Bemühungen der WHO, die Pocken endgültig auszurotten - mithilfe einer 100%igen Impfpolitik - wurden die Pocken letztendlich für ausgerottet erklärt. Der letzte Fall natürlich erworbener Pocken trat in Somalia am 26. Oktober 1977 auf.

Heutzutage sind die Pocken die einzige Krankheit, die durch ein Immunisierungprogramm vollständig beseitigt wurde.


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