Die weltweite Quelle für wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Tierforschung

Loading
Main menu
Select a language
Search
Loading

Salbutamol – gegen Asthma

Auf der Liste der unentbehrlichen Arzneimittel der Weltgesundheitsorganisation: Ja

Weitere Handelsnamen: Salbutamol Sulfate, Ventolin, Bronchospray

 

Salbutamol oder Albuterol gehört zu der Arzneimittelfamilie, die als adrenerge Bronchospasmolytika bezeichnet wird und wird in Deutschland unter anderem unter dem Namen Bronchospray vermarktet. Es wird genutzt um Bronchospasmen (die Verkrampfung der bronchienumspannenden Muskulatur) zu verhindern. Es wird bei Patienten mit Asthma, Bronchitis, Lungenemphysem und anderen Lungenerkrankungen eingesetzt. Ebenso verschafft es Linderung bei Husten, Stenoseatmung, Kurzatmigkeit und Atemnot indem es den Luftstrom durch die Bronchien verbessert.

Salbutamol war der erste selektive β2-Rezeptor Agonist der erstmals im Jahr 1968 auf den Markt kam. Seither wird er gegen Asthma genutzt. Salbutamol wurde im Mai 1982 von der amerikanischen Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) für den US-amerikanischen Markt zugelassen.

Salbutamol wird direkt inhaliert um sich direkt auf die glatte Muskulatur der Bronchien auszuwirken. Auch wenn innerhalb von Sekunden eine Besserung eintritt, wird die maximale Wirkung innerhalb von 5 bis 20 Minuten nach der letzten Dosis erreicht. Der Agonist des β2-Rezeptors löst eine Entspannung der glatten Muskulatur der Lunge aus und die Bronchien weiten sich, er löst Vasodilatation (Erweiterung der Blutgefäße) in Muskeln und Leber, sowie Entspannung der Uterusmuskulatur und einen Insulinausstoß aus.

Beta-adrenerge Rezeptoren stehen in Verbindung zu einem Enzym, das einen Botenstoff produziert (cAMP), der verantwortlich ist für die Verringerung der Calciumkonzentration innerhalb der Zellen. Der β2 Agonist öffnet ebenfalls große spannungsgesteuerte Calcium-Kalium Kanäle was zu einer Hyperpolarisierung der Zellen in der glatten Muskulatur führt und die Wege für die Luft öffnet. Die Kombination des verringerten intrazellularen Calciums, des erhöhten Kaliums an der Membran und die herabgesetzte Aktivität der Myosin-leichte-Ketten-Kinase (ein Enzym aus der Klasse der Kinasen) führt schließlich zu einer Entspannung der glatten Muskulatur und einer Weitung der Bronchien.

 

Toxikologische Berichte:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8067892

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs002040050059


Main menu
Select a language
Search
Loading